Samstag, 27. April 2013

On the Road to Skye

25. April 2013 - Oban - Portree


Und hier stellen wir definitiv fest: Schottland ist anders. Anders wie alles, was wir bisher gesehen haben. Die Berglandschaft der Highlands erinnert etwas an Island, wohl wegen des Vulkanischen Ursprungs. Jedoch sind die Berge hier grösser und kantiger. Es gibt klippen, die aussehen wie umgekippte Tische, die ich von den Färören kenne und lusches Grün wie in Irland. Am meisten erinnert es mich aber an den - überraschung - Himalaya. Am ehesten den auf Chinesischer Seite von Tibet. Doch wir sind uns einig. Das so etwas in Europa existiert, wird zu oft vergessen. Warum so weit weg, wenn das gute liegt so nah? 

Mir ist bewusst, dass ich das ich seid Wochen nur noch das gleiche Schreibe, aber es ist einfach so und steigert sich auf hohem Nivau nur noch weiter. Die Strasse schlängelt sich durchs Gebirge und der Ausblick ist fantastisch. Doch leider hat das auch seine Schattenseiten. Die tolle Stimmung, die durch das Licht und Schattenspiel hervorgerufen wird, bringt Wolken und wechselhaftes Wetter mit sich, was sich für uns Gfrörlis in merklich kürzeren Exkursionen ausserhalb des Wagens auswirkt. 

Flurina und ich sind uns in einem Punkt einig. Schlösser sehen von aussen viel besser aus wie von innen. Deswegen sehen wir auch keinen Grund Eintritt zu bezahlen. Das gilt auch für Eilean Donan Castle. Das Picture Book Perfect Schloss auf einer kleinen Insel im Wasser, ist nur über eine steinerne Brücke erreichbar. Im Besucherzentrum hängen fantastische Bilder aus dem Film Braveheart, der hier gedreht wurde. Gut, Braveheart wurde so zu sagen überall in Schottland gedreht. Aber hier sieht man doch am besten, wie es damals zu und her ging, zu Zeiten der Clands MClaud Maxwells, Johnstones, Turnbull oder wie sie alle heissen.  

Viele Menschen treffen wir nicht an. Das ist auch gut so, denn die Isle of Skye funktioniert am besten ohne jegliches Leben. Schafe akzeptiert. Woah, wie wuchtig die Berge und wie heftig die Farben. Uns wird klar, warum dies das Highlight vieler Schottlandreisenden ist. Mal wieder komme ich oder besser gesagt, die Kamera, nicht klar damit . Flurina fragt sich wie auch viele andere, warum ich das überhaupt mache. Sie kann damit gar nichts anfangen. Bloggen, Fotografieren, die stete Suche nach dem perfekten Bild. Ich weiss nicht genau was antworten. Einerseits, weil ich es seid bald 2 Jahren mache, andererseits weil ich jetzt nicht so kurz vor Ende alles fahren lasse. Nene, das Ding wird fertig gemacht - in best möglicher Qualität. :D

Wir crashen heute in Portree, der grössten Stadt auf Skye. Das finde ich super, denn so war es möglich, das grosse Spiel heute live im Pub zu sehen. Basel gegen Chelsea. Jamann, was gibts besseres als Pubfood, Bier und Fussball :D Auch wenn Basel verlor, die Erfahrung als einziger im Pub auszuflippen, während alle anwesenden lächelnd auf den rumjuckenden Schweizer gucken. Wir treffen auf einige Zürcher, die ihr Ferierabendbier tranken, die wussten kaum wo Basel liegt. Aber freundliche Menschen waren sie trotzdem, hehe.






Freitag, 26. April 2013

Unfotografierbar

24. April 2013 - Balmaha - Oben

9 Uhr... Wow, so früh sind wir noch selten aufgestanden in den letzten Jahren (Haha). Wir sind in Schottlands Natur angekommen. Wie schon gestern angekündigt, ging es heute auf den Conic Hill. Unser Wissen über Schottland hört bei Braveheart auf, aber das Verständniss das man dieses Land für sich haben will, verstehen wir voll und ganz. Während dem Bergsteigen sehen wir den Moosüberwachsenen Waldboden. Ich kann mich nicht zurückhalten und muss durchtollen wie ein kleines Kind. 

Auf dem Weg nach oben heben wir auch noch einen Geocache, der wunderbar in einem alten Baumstumpf versteckt war. Dann wirds rau. Der Wind blässt aus dem Tal den Berg hinauf und lässt sogar die kleinsten Gräser und Sträucher rhythmisch im Wind liegen. Das wandern durch Schäfchenweiden ist gerade besonders schön, weil auch hier grad Lammsaison ist und überall ganz fluffige Lämmchen rumrennen. Afff.... Füüüüüüffff!  Wir treffen auf einige Hiker, die den West Highlands Trail machen. Das ist ein 170 Km langer Trek, der hier so ziemlich jeder zu machen scheint. Ausser uns. Wir erklimmen nur Berge. 

Die Aussicht ist riesig. Orkanmässig blässt es einem um die Ohren. Geht man nur ein wenig auf die Schattenseite ist es windstill. Da setzen wir uns und schauen uns Schottland von oben an. Apropos "Oben" Da schlagen wir eine kurze Autofahrt später unsere Zelte auf. Ein Fischerdorf an der Westküste und Heimat des berühmten Oben Single Malt Whiskeys. 

Natürlich statten wir der Destillerie einen Besuch ab. Flurina arbeitet seid Jahren im Gastgewerbe und geht das ganze sehr professionell an, während ich mich hauptsächlich auf die Degustation am Ende freue :D Wir probieren einen Whiskey, der erst 3 Jahre gealtert hat mit stolzen 56 Volumen Prozent. Boah, der geht schwer runter. Aber bereits hier schmeckt man die verschiedenen Geschmacksrichtungen, die erreicht werden wollen. Bei Oben sind das Rauch, Orangenschalen, Meersalz und Honig. Witzigerweise erkenne ich davon gar nichts. :D 

Ich bleibe lieber beim Bier. Davon gabs abends im Pub genug. :D Bier, Fussball und Flurina. Das ist doch gut. :D Das hilft mir auch drüber hinweg, dass ich mich den ganzen Tag irgendwie gestresst fühlte. Die Landschaft ist so riesig. Aber der Gigantismus hat seine Schattenseiten. Ich kriege es nie auf ein Foto. Wie gerne würde ich euch die ganze Schönheit zeigen, aber es ist schlicht nicht möglich diese Stimmung einzufangen. Das hat mich ziemlich erledigt heute. Dieses Land ist einfach unfotografierbar.






Donnerstag, 25. April 2013

Glases of Saphir

23. April 2013 - Edinburgh - Balmaha (Loch Lomond)

Es kommt uns vor, als wären wir schon Tage lang hier draussen. Die Stadt liegt hinter uns und Flurina kommt mit der linken Seite bereits sehr gut zurecht. Es braucht echt nur einige Stunden und man ist drin. Bis dahin betet man, dass nichts passiert, weil man ja bei der Versicherung gespart hat. Doch heute ist das alles Egal, denn heute sehen wir alles durch die Saphir Brille. 

Ich hätte sie kaufen sollen, damals in Dublin, als mir dieses perfekte Stück ins Auge stach. Zum Bluten brachte mich der Preis. Der war zu hoch. Nie aber liess mich der Gedanke los. Doch Dublin ist weit, gestern war Edinburgh. Die Brille nicht die selbe. Doch als ich sie heute aufsetzte, erschien mir alles plötzlich in Feuerroten Farben und der Himmel schien zu brennen. Beinahe den ganzen Tag habe ich sie auf und fühle mich wie im Kaleidoskop beim Sonnenyoga, wenn das dritte Auge kanalisiert. 

Die Natur hier um den Loch Lomond findet im Kopf und der Fantasie statt. Die Tektonik hat hier faszinierendes Geschaffen und das Land mit Bergen und mit Wasser gefüllten Furchen, den Lochs gesegnet. Von Oben sieht das ganze aus wie die von Runzeln überzogene Haut eines älteren. Man siehts nicht, aber spürt es bei jedem Schritt. Diese Energie spürst du, wenn dus zulässt. Das Farbenspiel des tiefen Lichteinfalles wirkt sich in starkem Kontrast aus. Die kleinen mit Bäumen bewachsenen Inseln im klaren Wasser wirken wie Magnete und der Wind erinnert einem daran, dass es kein Traum ist. 

Seid meiner "Erleuchtung" in Dublin habe ich Urlaub. Ich hab Flurina erzählt, dass es mich nicht interessiert, wo wir hin fahren, so lange wir zusammen eine starke Zeit haben. Ich bin fertig, angekommen. Diese Zeit nun ist eine neue Ebene von Freiheit. Die Freiheit das zu tun und zu denken was ich will, ohne irgend ein verzerrenden Einfluss, der einen Gedanken so formt, dass man sich selbst anlügt und sagt: Wow, was für ein Tag, obwohl er eigentlich ziemlich Scheisse war. Aber man ist ja im Urlaub, da ist jeder Tag super. Zumindest auf Facebook. 

Das ganze Interessiert mich nicht. Es geht um die Befriedigung und Festigung einer Freundschaft. Zwei Menschen mit dem Auto unterwegs. Roadtripping mit der Roten Brille auf. Dann Pasta zum Znacht und ein kurzes Cluedo-Spiel. Dazu Cider und Ideen für die nächsten Tage sammeln. Wenn die Sonne schon so schöne Schatten wirft, dann soll man sich auch bedanken. WIr werden ihr etwas näher kommen, wenn wir morgen den Conic Hill besteigen. Sonnenkinder sind selten.






Edinburgh

22. April 2013 - Edinburgh

Flurina fühlt sich wie daheim. Mit einer riesen Freude stolziert sie durch die Stadt und steckt mich mit ihrer Euphorie an. Mir ist das gerade recht, denn ich weiss, dass es bald nach Hause geht und seid meiner "Erleuchtung" gestern, muss ich erst noch etwas den Tritt wieder finden. 

Eins aber mal vorweg: Edinburgh ist eine wahnsinns schöne Stadt. Nicht umsonst wurde auch J.K Rowling von ihr so dermassen inspiriert, woraus die zauberhafte Welt um einen kleinen Zauberer namens Harry Potter entstand. Während unserem Marsch durch die Stadt kommen wir an einem College vorbei, welches Hogwarts sehr ähnlich sieht und auf einem Grabstein entdecken wir... Thomas Riddels Grab. Hach wie schön, wenn sich so ein Schleier des mystischen über einen Ort legt. Der verbaute Stein, der sich nach Jahren immer dunkler färbt, gibt Edinburgh seinen einzigartigen Look. 

Im Zentrum der Stadt ragt das berühmte Castle über alles hinaus. Auf einem Berg, einst ein Vulkan, wurde es bis an den Rand der Klippen gebaut. Wie spektakulär das aussieht, sehen wir beim erklimmen des Arthurs Seat, dem Hausberg. Wie überall auf den Inseln hier stürmt es mal wieder heftig - jedoch in einer angenehm erfrischenden Temparatur und so hat Flurina nun auch ihre ersten Klippenbilder :D 

Was mich hier sehr begeistert ist mit Abstand die Mächtigkeit der Häuser. So viel Liebe, Details und Grösse... Das hat echt etwas.






Mittwoch, 24. April 2013

Kreise schliessen

21. April 2013 - Cork - Edinburgh

Das ist ja noch ein ganz lustiger Abend geworden gestern. Cork ist gegenüber den Aussagen vieler gar nicht so hässlich wie erwartet. Und die Pubs waren um einiges Urchiger und weniger von Ausländern überlaufen wie noch in Temple Bar. Das wirkt sich auch auf die Stimmung nieder. An den Wänden hingen schawrz-weiss Bilder aus der Vergangenheit und überall gibt es kleine Sitznischen und das Bier fliesst in Strömen. An den Wänden der Geruch vieler trinkfreudiger Nächte. Genau das haben wir gebraucht. Eine Ur-Irische Bar mit Ur-Irischer Life Musik mit Fiedel, Banjo, Gitarre und Gesang. 

Wir waren gerade noch so dabei als Céline plötzlich von der Bar kommt und erzählt, dass es kein Bier mehr gibt! Und wieder ist es uns passiert, wir haben die Sperrstunde verpasst. Um 2 Uhr nachts macht hier in Irland nämlich alles zu. "To many drunk Irish" wie der Security meint. Doch wir haben noch nicht genug und tun etwas vom niedrigsten, was wir je angestellt haben. Bevor der Aufräumer all die halb leeren Bierflaschen und Gläser abräumte, haben wir uns die geschnappt und uns mit abgestandenem, lauwarmem Bier uns noch das gegeben, was wir wollten. Einen hässlichen Suff, von dem wir heute früh noch Träumten. Wie war das noch? In der Not frisst der Teufel Fliegen :D

Von Céline habe ich mich so herzlich wie möglich verabschiedet. Ich wünsche mir, dass dieser tolle Mensch noch etwas in meinem Leben bleibt. Die Grundlage ist gelegt. Sie hat mich bewegt. 

Nun, der Flug nach Edinburgh war easy. Flüge sind bei mir ja inzwischen so Routine, das ist ja schon fast nicht mehr gut. Nichtsdestotrotz ist es der zweit letzte Flug dieser Reise und etwas sentimental werde ich da schon. 

Flurina und ich werden die nächsten Tage noch die Schottland erkunden. habe ich euch überhaupt schon erzählt dass sie kommt? Wenn nicht, denn bitteschön :) Es ist schon witzig, wie isch im Moment so viele Kreise schliessen. Flurina war ja für mich damals die Person die mir geholfen hat die Angst vor dem Reisen zu verlieren. Fleissige Blogleser kennen sie auch noch aus Bangkok, wo wir zusammen die Kao San Road Kaputt gemacht haben. 

Unterkommen tun wir bei der Anna. Ja genau! Die Anna die damals mich veranlasste mit der ganzen Gruppe von Deutschen Studenten Thanksgiving in Lake Tahoe verbrachte. Sie hat auf Facebook kombiniert, dass wir nach Schottland kommen und uns gleich zu sich auf die Luftmatratze im Studentenheim eingeladen. WOW! :D 

Von Edinburgh weiss ich nicht allzuviel, ausser das es schön sein soll und Harry Potter dort geschrieben wurde. Mal sehn, was da auf uns zukommt.

Ich freue mich :) 

Dienstag, 23. April 2013

Retrospektive

21. April 2013 - Intermezzo

Wenn ich mich an die Reise mit Lukas erinnere, die für mich zu der intensivsten Phasen meines Lebens zählt, erinnere ich mich, wie ich damals zu diesem Menschen aufgeschaut habe. Lukas hatte etwas spezielles, eine Aura, die daher kam, dass er ein gefestigter Mensch, ein Charakter war. Wir waren nicht ebenbürtig. Oft stand ich im Schatten seiner Aura und oft fragte ich mich, warum mich gerade so ein Mensch in seiner Gesellschaft will. 

Dann kam Céline in mein Leben. Die erst unscheinbare Dame mit dem Funkeln in den Augen. Sie schaute zu mir auf. Schon damals, während unserer 20 Minuten, die wir uns in Medellin gesehen haben. Weil ich so viel gereist bin, alles zurückgelassen habe um die Welt und mich selbst zu entdecken, schaut sie zu mir auf. Auf der Suche nach dem Ich, was ich mir lange nicht eingestehen wollte, mir aber durch unseren Austausch immer klarer wird. Wir sind in der gleichen Konstellation wie damals Lukas und ich! Sie kommt mit mir, weil sie weiss, dass ich ihr mit meiner Erfahrung bei ihrem eigenen Prozess helfen kann. Ich war blind aber jetzt verstehe ich, dass es bei Two and a Halfmann genau ums Gleiche ging. Wir reisten zusammen um voneinander zu lernen. 

So hat jeder Mensch, den man trifft, irgendwo seinen Platz und seinen "Nutzen". Für mich brauchte es die Beiden um zu erkennen, das ich nun einen Level erreicht habe, auf dem Lukas damals für mich war. Das heisst für mich, dass die Zeit des Leidens in Central- und Südamerika, wo ich oft alleine war, wo es mir schwer viel gute Menschen zu treffen und ich schwer verletzt oftmals gar keine Lust mehr hatte, absolut notwendig war. 

Weil es alleine mir überlassen war, daraus Konsequenzen zu ziehen. 

Damals habe ich Island gebucht. Ich wusste nicht genau warum und wie ich es zum Beispiel Jenny erklären wollte. Im Nachhinein war es genau die richtige Entscheidung, das Motto von Operation Rückenwind von "Entdecken" zu "Freundschaft" zu ändern. Ecuador mit Selina, Peru mit Elodie, Brazil mit Jenny, Island mit Stéph, die Treffen mit Frida und Lukas und jetzt Irland mit eben Céline. Jeder von diesen Charakteren habe ich gebraucht um das Puzzle zusammen zu fügen und endlich zu begreifen.

Wenn man meine Reise in Kapitel unterteilen würde, dann wäre das erste Jahr wohl die Erkenntnis. Dort habe ich gelernt, wer ich bin. Im Zweiten habe ich gelernt, das zu werden, was ich sein kann. 

Als mir Lukas letzte Woche sagte, dass ich mich verändert habe, dass ich viel gefestigter und stärker wirke, waren wir plötzlich auf gleicher Ebene. Das war das grösste Kompliment, dass er mir unbewusst machen konnte. Céline's Wunsch, mit mir zu Reisen, dann der Schlüssel zur Erkenntnis.

Alles macht jetzt Sinn. 

Montag, 22. April 2013

The Karma Strikes Back!

20. April 2013 - Doolin - Cork

Es gibt andere gute Gründe um zu Frühstücken. Aber nicht, dass einem gerade die ach so heiss geliebte Karre unterm Arsch weggestorben ist. "De Schäiss mann, lieht eus eifach de Charre ab!" Bigge, may you or your Kupplung Rest in Peace. Du hast schon zu Beginn der Reise einen seltsamen Geruch verbreitet. Doch das machen wir ja auch. Wir dachten eher an eine Ratte in der Klimaanlage wie an eine kaputte Cludge. Nun fährst du nur noch 50 und riechst wie Arschwasser. Das gefiel dem Garagisten genausowenig wie der Autovermietung am Telefon, dass sie uns jetzt einen ersatz vom nahegelegenen Shannon-Airport schicken. Ja Biggie, übernimmst du die Rechnung? 

Schade, dass wir uns so trennen müssen. Bigge du warst grossartig, aber auch alt. Wir wünschen dir alles Gute. Mögen die Autogötter mit dir sein. 

Auch heute Morgen war niemand im Hostel. Zwar lugte mal eine ältere Dame ins Zimmer, die uns fragte, ob wir spät angekommen waren. Das war es dann aber auch. Auch in der Rezeption war niemand und im Haus nebenan erst recht nicht. Da waren wir rebellisch und zogen von Dannen. Das wir nun hier in Millton festsitzen scheint der Ausgleich des Karmas zu sein. Oh ja, das Karma ist überall! Wenn du es wirklich brauchst und verdienst, dann ist das Glück auf deiner Seite... oder eben nicht. 

Es dauerte geschlagene 3 Stunden bis Ersatz da war und wir müssen noch Abwarten, was die Firma entscheided, ob es unser Fehler war oder ob Biggie einfach nicht mehr konnte. Trotzdem war unser Tag gelaufen. Der Ring of Kerry, weitere Naturschönheit und für viele der Grund nach Irland zu kommen... liegt nicht mehr drin. 

Etwas genervt und Müde vom Stress begeben wir uns auf die Fahrt. Das neue Auto tut einen guten Job und wir crashen in Sheilas Hostel in Cork. Von hier aus werde ich morgen Fliegen, während die Dame nach Dublin zurück kehrt um noch eine Woche Englisch zu lernen. Wie Céline zu sagen pflegt, der Abend ist noch nicht geschrieben. Desswegen tun wir das auch nicht und werden es wohl auch nicht. Denn es ist unser letzter. Denn lassen wir uns nicht verderben.